Kommuniqué des Büros der Diözesanadministration vom 13. Mai 2019

Am 11. Mai 2019 fand in den Räumlichkeiten des Theologischen Instituts Saint Serge und mit Unterstützung der Pfarrgemeinde St. Serge die Pastoralversammlung statt, die seine Eminenz Erzbischof Johannes von Chariopolis durch seinen Pastoralbrief vom 22. April 2019 einberufen hatte.

Ausschlaggebend für diese Initiative ist die Verwirrung infolge der Entscheidung vom 27. November 2018, die durch den Heiligen Synod des Patriarchats von Konstantinopel getroffen wurde und durch die das Exarchat aufgelöst wurde, sowie die direkt einsetzende und sich ausweitende Debatte um die Zukunft unseres Erzbistums.

Nach der Feier der Göttlichen Liturgie, der Erzbischof Johannes vorstand, wurde der Versammlung, bestehend aus den Priestern, Diakonen und den Mitgliedern des Rats der Erzdiözese nacheinander die Berichte der Väter Jean Gueit (laufende Besprechungen mit dem Patriarchat von Moskau) und Alexander Fostiropoulos (vergangener Besuch am Sitz des Patriarchats von Konstantinopel) vorgetragen. Vater Vladimir Yagello hat im Anschluss die Position der Mitglieder vorgestellt, die für eine Proklamation der Autonomie sind. Vater Jivko Panev, Lehrbeauftragter für kanonisches Recht am ITO St Serge, konnte dann die Gründe dargelegen, warum eine solche Proklamation nicht in Betracht zu ziehen sein sollte.

Die darauf folgende zweistündige Diskussion, die tiefgründig und friedvoll verlief, hat offen zutage treten lassen, wie tief das Leid ist, das dem kirchlichen Leib zugefügt wurde, den das Erzbistum darstellt, das in seiner Gesamtheit und in seiner Identität erschüttert ist. In seiner abschließenden Rede legte seine Eminenz Erzbischof Johannes dar, dass es von seiner Seite aus keine andere Möglichkeit gibt, als eine neue kanonische Lösung vorzuschlagen, und dass er der Meinung ist, die Entscheidung schnellstmöglichst zu treffen, um eine faktische Zerschlagung des Erzbistums zu verhindern.

Eine Außerordentliche Generalversammlung wird einberufen für den 7. September 2019.

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