Kommuniqué des erzbischöflichen Büros vom 14. März 2020

Der Begriff Antimension leitet sich vom Griechischen ab : ἀντιμήνσιον bedeutet wörtlich "anstelle des (Altar-)Tisches".

Das Antimension ist ein Stoffstück, auf dem die Leidenswerkzeuge und die Grablegung Christi dargestellt und in welches heilige Reliquien von Martyrern eingenäht sind.

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Das Antimension befindet sich auf jedem Altar unter dem Evangelium und kommt ausschließlich bei der Göttlichen Liturgie zur Verwendung. Es wird während der inständigen Ektenie „Lasst uns alle aus ganzer Seele...“ vom Priester bei der Kommemoration des Ortsbischofs ausgebreitet. Beim Großen Einzug werden der Diskos (die Patene) und der Kelch auf das Antimension gestellt. Am Ende der Liturgie, nach der Kommunion während der Dank-Ektenie faltet der Priester das Antimension wieder zusammen und legt das Evengelium darauf.

Als vom Bischof geweiht und unterschrieben, stellt das Antimension das sakramentale Band dar zwischen der Gemeinde und dem Bischof (die Unterschrift des Bischofs verleiht den Antimensia den Segen und die notwendige kanonische Autorität). Es bleibt immer Eigentum des leitenden Diözesanbischofs. Das Antimension gehört weder dem Priester noch der Gemeinde und muss den Canones gemäß verpflichtend ausgewechselt und unterschrieben werden durch jeden neuen Diözesanbischof. Denn das Antimension symbolisiert die Kontinuität des bischöflichen Charismas in Bezug auf die Feier der Liturgie in den Gemeinden.

Es kann nicht gewaschen werden und ist nach längerem Gebrauch dem Bischof zurückzugeben, der die Reliquien entnimmt ; der Stoff wird dann verbrannt.

Ohne das Antimension kann keine Liturgie gefeiert werden.

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